Bahntechnik: Hybridisierung des Dieselfahrzeug

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Bahntechnik: Hybridisierung des Dieselfahrzeug

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Bremsenergie ließ sich bisher nur bei elektrisch betriebenen Schienenfahrzeugen rückgewinnen. Eine neue hybridbasierte Antriebsplattform der Erzgebirgsbahn hebt diese Logik auf. Mit ein Herzstück des Vorzeigeprojekts der Deutschen Bahn: die neue Bremssteuerung von Knorr-Bremse. Der EcoTrain soll einmal bis zu 30 Prozent weniger Treibstoff verbrauchen als ein konventionelles Dieselfahrzeug.

knorr_bremse

Bremsenergie ließ sich bisher nur bei elektrisch betriebenen Schienenfahrzeugen rückgewinnen. Eine neue hybridbasierte Antriebsplattform der Erzgebirgsbahn hebt diese Logik auf. Mit ein Herzstück des Vorzeigeprojekts der Deutschen Bahn: die neue Bremssteuerung von Knorr-Bremse. Der EcoTrain soll einmal bis zu 30 Prozent weniger Treibstoff verbrauchen als ein konventionelles Dieselfahrzeug.

„Unser RailServices-Engineering hat die neue Bremssteuerung für das klimafreundliche Hybridkonzept entwickelt“, erklärt Rolf Härdi, Mitglied der Geschäftsführung der Knorr- Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH. „Was vorher mit einem Retarder erfolgte, übernimmt künftig die elektrische Bremse. Es ging darum, einen möglichst großen Anteil der Bremsenergie tatsächlich rückgewinnen zu können.“ Über einen Generator speist das System dazu die Energie in Akkus. Ist es energetisch sinnvoll, schaltet die Zugsteuerung vom dieselelektrischen auf den rein elektrischen Antrieb um. Die besondere Herausforderung war, die Steuerung sowohl mit den bestehenden als auch mit den neuen Schnittstellen des Fahrzeugs zu synchronisieren.

„Ziel ist, die brandneue Technologie in dreizehn Desiro-VT-642-Fahrzeugen der Erzgebirgsbahn einzusetzen“, sagen Claus Werner und Sören Claus. Sie leiten den Bereich Technologiemanagement und Technologieentwicklung bei der Deutschen Bahn RegioNetze GmbH, einer Tochter der DB Regio AG. Im Zuge des EcoTrain-Projekts untersuchte ihr Team gemeinsam mit Projektpartnern vom Dresdner Fraunhofer Institut und den Technischen Universitäten Dresden und Chemnitz acht alternative Hybridisierungskonzepte. Die Entscheidung fiel auf ein serielles Einmotorenkonzept auf dieselelektrischer Basis. Um das zusätzliche Gewicht von neuem Motor, Systemkomponenten und Speicher zu bewältigen, massenertüchtigte die DB Systemtechnik die Drehgestelle. Dies war ein Grund, warum auch das Bremssystem angepasst werden musste.

„Ein Hybridzug kann bis zu 30 Prozent Treibstoff einsparen“, erklärt Härdi. Potenzial für weitere Umrüstungen ist reichlich vorhanden. Bei der DB und anderen Eisenbahnverkehrsunternehmen sind allein in Deutschland rund 400 dieser Desiro-Fahrzeuge unterwegs. Europaweit sind es etwa 600. Neben dem ökonomischen Nutzen beim Betreiber (30 Prozent weniger Treibstoff bedeuten eine signifikante Energiekosteneinsparung) und dem verringerten Kohlendioxidausstoß profitieren auch Anwohner von Bahnhöfen vom EcoTrain: Weil die elektrische Energie vor allem beim Ein- und Ausfahren in Haltestellen zugeschaltet wird, ist der Zug dort besonders leise unterwegs. An den über 70 Bahnhöfen der Erzgebirgsbahn zwischen Chemnitz, Zwickau und Johanngeorgenstadt startet die Erprobung.

Bild: Je nach Einsatzszenario lassen sich mit den EcoTrain-Hybridtriebzügen bis zu 30% Treibstoff einsparen / © Deutsche Bahn/Frank Barteld

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Ihre Meinung zum Artikel

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Noch immer gibt es Anlagenausfälle durch Blitz und Überspannungen – den besten Schutz davor bietet eine durchgängige Schutzgeräte-Produkt­familie. Für einen leistungsfähigeren und langlebigeren Blitz- und Überspannungsschutz für Maschinen und Anlagen hat Phoenix Contact die Safe-Energy-Control-Technologie (SEC) entwickelt. Damit ist eine Ableitervorsicherung nicht mehr notwendig. Von Florian Lenzmeier

Top Jobs

Redaktionsbrief

Tragen Sie sich zu unserem Redaktions-Newsletter ein, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Wir wollen immer besser werden!

Deshalb fragen wir SIE, was Sie wollen!

Nehmen Sie an unserer Umfrage teil, und helfen Sie uns noch besser zu werden!

zur Umfrage

Aktuelle Ausgabe

Topthema: App SIMATIC Robot Integrator VON SIEMENS

Roboter schnell und einfach integrieren

Mehr erfahren

Tragen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich ein, um keinen Artikel mehr zu verpassen!

    * Jederzeit kündbar

    Entdecken Sie weitere Magazine

    Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

    Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.