Autonomes Fahren realitätsnah simulieren

Vires, Teil der Produktfamilie von MSC Software und von Hexagon, erweitert mit der neuen Version VTD 2.2 die Möglichkeiten, autonomes Fahren realitätsnah und zuverlässig zu simulieren. Virtual Test Drive (VTD) ist eine offene Plattform für Entwicklung und Erprobung von Fahrerassistenz- und autonomen Fahrsystemen.

Zu den Funktionen der aktuellen Version gehören eine neue Physically Based Rendering (PBR)-Technologie für bessere fotorealistische Simulationsvisualisierung, fortgeschrittene Modelle visueller Sensoren, eine erweiterte, anwenderfreundliche visuelle Datenbank und eine neue VTD-Programmierschnittstelle für einfachere Anbindung an externe Fahrdynamik- und Sensormodelle.

PBR-Technologie für ausgereiftere Visualisierung

Mit physikalisch basiertem Rendering erhält man eine fotorealistische Grafik, die die Lichtwirkung in der echten Welt genauer wiedergibt. Durch den Einbau der PBR-Technologie bietet VTD nun wesentlich höhere Grafikqualität: die virtuellen Modelle kommen der Realität näher. Die hochentwickelte Materialtexturierung, welche aus Quixel Studio stammt, gibt den Anwendern Zugriff auf eine große, aus Scandaten entstandene Materialbibliothek. So werden die VTD-Modelle fit für die Zukunft.

Anspruchsvolle Modelle visueller Sensoren

Diese PBR-Technologie wurde in VTD 2.2 ergänzt mit einer feiner aufgelösten Definition verschiedener Materialien und ihrer Oberflächenreflektion. Das erhöht die Genauigkeit der vielen Lidar- und Radarmodelle in der Software. Mit PBR-basierten Lidarmodellen können die Anwender jetzt mehr Details aus der Lidar-Visualisierung erkennen, zum Beispiel ein Glasfenster in einem Gebäude oder eine Wasserpfütze auf der Straße.

Mehr Anwenderfreundlichkeit durch erweiterte Visual VTD Database

In der neuen VTD-Version wurden über 40 neue Fahrzeuge der Datenbank hinzugefügt und ein bisher statisches Dummy-Fußgängermodell durch einen animierten Fußgänger ersetzt. Außerdem können Anwender auf eine neue, umfangreichere Demo-Datenbank zugreifen, die eine deutsche Stadt abbildet. Mit den direkt im Basispaket vorhandenen Erweiterungen der VTD Visual Database eröffnen sich viele Möglichkeiten und Anwender müssen wesentlich weniger eigene Anpassungen vornehmen.

VTD-Programmierschnittstelle für einfachere Anbindung externer Modelle

Eine neue Programmierschnittstelle in VTD 2.2 macht es den Ingenieuren deutlich leichter, VTD mit ihren externen Fahrdynamik- oder Sensormodellen zu verbinden. Den Anwendern steht ein einheitliches Benutzerinterface zur Verfügung, so dass sie weniger selbst programmieren müssen, um externe Komponenten in die VTD-Umgebung einzubauen. Dadurch verbessert sich in vielen Fällen sowohl die Benutzererfahrung als auch die Simulationsgenauigkeit.

Die neue Version umfasst auch Performancesteigerungen und Weiterentwicklungen der Visualisierung in wichtigen VTD-Komponenten wie ImageGenerator, ModuleManager und TaskControl. Beispielsweise wird das Postprozessing effizienter und breiter einsetzbar. Mit diesen neuen und erweiterten Features bieten VIRES und MSC Software nun einen vollständigen Prozess für die virtuelle Entwicklung, Erprobung und Visualisierung von Fahrerassistenzsystemen (ADAS) und autonomen Fahrsystemen (AD).

Bild oben: Simulierte Wasserpfützen mit physikalisch basiertem Rendering in VTD 2.2 (Quelle: VIRES)

  • Im Vergleich eine Ladenfront in Lidar-Basisdarstellung (links) und in Lidar-PBR-Darstellung (rechts) (Quelle: VIRES)
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