28.06.2021 – Kategorie: Automatisierung & Robotik

Automatica Sprint: So funktionierte die Verknüpfung von Robotik und KI

Automatica Sprint: So funktionierte die Verknüpfung von Robotik und KIQuelle: Munich_i/Automatica
Die digitalen Formate Automatica sprint und Munich_i feierten vom 22. bis 24. Juni gemeinsam Premiere. Was Teilnehmer und Veranstalter sagen.

Die digitale Automatica und der Munich_i-Summit zum Thema Robotik und künstliche Intelligenz (KI) stießen bei den Teilnehmern auf positive Resonanz: Mehr als 3.500 Teilnehmer aus der Robotik- und Automationsindustrie nutzten die Chance, sich auszutauschen und online zu vernetzen und im Rahmen von Munich_i digital in KI- und Robotik-Welten einzutauchen.

Falk Senger, Geschäftsführer Messe München zieht nach drei Tagen Online-Event eine positive Bilanz: „Nach der Corona-bedingten langen Veranstaltungspause war es unser Ziel, der Branche mit der automatica sprint endlich wieder einen Treffpunkt für Austausch und Wissenstransfer zu bieten. Mit Beteiligungen von knapp 90 Ausstellern und über 3.500 Teilnehmern wurde das Format gut angenommen. Zusätzlich konnten wir mit Munich_i einen wichtigen Mehrwert für die Branche liefern. Nun freuen wir uns darauf, im Juni nächsten Jahres unsere Aussteller und Besucher wieder face-to-face hier in München begrüßen zu dürfen.“

Automatica sprint und Munich_i in Zahlen

Über 3.500 Teilnehmer nutzten an drei Tagen das digitale Angebot. Insbesondere das Rahmenprogramm wurde rege genutzt: Durchschnittlich 110 Teilnehmern je Vortragsformat melden die Veranstalter. Dabei habe jeder Teilnehmer durchschnittlich sechs Vortragsformate besucht. Spitzenreiter mit knapp 1.400 Teilnehmern während der drei Veranstaltungstage war der Munich_i Hightech-Summit. Angenommen wurden demnach auch die Brand Rooms der Aussteller: Viele Teilnehmer nutzten die Möglichkeit, sich Online mit Geschäftspartnern zu vernetzen und Nachrichten auszutauschen. So kamen an den drei Tagen über 2.800 Kontaktaufnahmen zustande.

Automatica sprint als Treffpunkt für Austausch und Wissenstransfer

Im Zentrum der Automatica sprint standen Lösungen und Neuheiten von rund 90 internationalen Ausstellern, ein interaktives Programm mit über 30 Company Sessions sowie Live-Demonstrationen und Experten-Diskussionen. Damit beleuchtete das umfangreiche digitale Rahmenprogramm aktuelle Trends und Entwicklungen in der Automatisierungsindustrie. Experten der Robotik und Automation eröffneten Einblicke, teilten Erfahrungsberichte und beantworteten drei Tage lang aktuelle Fragen – etwa wie sich KI und Robotik industrialisieren oder die Connectivity in der Automatisierung forcieren lassen.

Besonderes Highlight: ein virtueller VDMA-R+A-OPC-UA-Demonstrator, der die Vorteile von Digital Twins in der Produktion visualisiert und damit neue Wege für die Erklärung komplexer Technologien im digitalen Raum beschreitet. Die Teilnehmer erhielten Einblick in das digitale Abbild einer realen Montagemaschine, konnten virtuell eintauchen und live ihre Fragen an die Experten stellen.

Patrick Schwarzkopf, Geschäftsführer von VDMA Robotik + Automation unterstreicht: „Auch im digitalen Raum bleibt die Automatica sprint dem Nutzenversprechen treu: der unangefochtenen Themenführerschaft in Sachen Robotik und Automation. Das inhaltliche Angebot war in Qualität und Breite wieder einmal herausragend.“

Auch Wilfried Eberhardt, Chief Marketing Officer der Kuka AG, Vorsitzender VDMA Robotik + Automation bekräftigt: „Die Automatica sprint war ein Experiment, das wir für sehr gelungen halten. Fazit: Unser aller Kampfgeist hat sich gelohnt. Das Programm war hervorragend und die Sessions wurden durchwegs gut besucht und am zweiten Tag hatte Kuka bereits mehrere hundert interessierte Besucher. Auch die Umsetzung war professionell und technisch einwandfrei – nicht zuletzt dank der intuitiv verständlichen Plattform. Klar, eine digitale Veranstaltung ist mit einer Präsenzmesse nicht vergleichbar, aber wir haben das Beste aus der Pandemiesituation gemacht und viel für die Zukunft dazugelernt. Jetzt heißt es: voller Fokus auf die Automatica 2022!“

So lief die Premiere von Munich_i, was Schirmherr Söder sagt und welche Rolle die Ethik spielt

Munich_i ist eine neue Plattform zu KI und Robotik. Auf dem Hightech-Summit am 22. Juni beleuchteten Teilnehmer aus Forschung und Industrie wie menschliche und künstliche Intelligenz künftig in den Lebensbereichen Arbeit, Gesundheit und Mobilität interagieren.

Der Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Schirmherr von Munich_i, betonte die Bedeutung des Zusammenspiels von KI und Robotik. „Sie gehören zu den spannendsten und dynamischsten Technologien der Zukunft. KI wird ein starker und mächtiger Verbündeter sein, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern“. Söder ist sich sicher: „Munich_i als weltweit einzigartige Plattform für KI und Robotik ist ein starkes Signal aus Bayern an die globale KI-Community.“

Prof. Dr. Sami Haddadin, Direktor der Munich School of Robotics and Machine Intelligence (MSRM) erklärt: „Ich freue mich über den erfolgreichen Auftakt von Munich_i. Der Hightech-Summit hat Experten aus der Welt der Robotik und KI zusammengebracht. Wir haben damit eine Brücke zwischen Wissenschaft und Industrie geschlagen und dabei den ethischen und gesellschaftlichen Aspekt stark einbezogen. Mit Munich_i schaffen wir für die Zukunft eine Plattform, die von nachhaltiger Sichtbarkeit in der Welt ist. Ein neues Format, das in seiner Form wirklich einzigartig ist.“

Die international anerkannte Ethik-Expertin Prof. Dr. Alena Buyx pflichtet bei: „Seitdem man sieht, dass Künstliche Intelligenz unser Leben prägen wird, dass sie uns im täglichen Leben – im Krankenhaus, beim Einkaufen, im Auto – begleiten wird, haben wir verstanden, dass ethische und soziale Überlegungen bei der Entwicklung von Robotikanwendungen nicht nur ein nachträglicher Gedanke sein können. Sie müssen Teil des Entwicklungsprozesses sein. Solche Produkte und Anwendungen sind dann nicht nur für einzelne Verbraucher*innen gut, sondern für die gesamte Gesellschaft. Sie können uns helfen, ein gutes Leben zu führen.“

Der neue Expertengipfel brachte Aussteller der Automatica und die Wissenschaft zusammen: Ein CEO Roundtable rundete den Munich_i-Hightech-Summit ab. Manager von Roboterherstellern wie Fanuc, Kuka, Universal Robots und Yaskawa diskutierten mit Prof. Dr. Sami Haddadin über die Erkenntnisse der Wissenschaft, die auf dem Summit am Tag zuvor präsentiert wurden und ordneten diese aus der Perspektive der Robotikindustrie ein.

Zu Munich_i zählt neben dem eintägigen Hightech-Summit auch die digitale Ausstellung AI.Society, in der die Technische Universität München (TUM) und Start-ups rund 30 ausgewählte Robotik- und KI- Anwendungen präsentierten und Live-Demonstrationen anboten. Ebenso Teil waren der Entwicklerwettbewerb Robothon samt digitaler Preisverleihung.

Die nächste Automatica findet vom 21. bis 24. Juni 2022 voraussichtlich auch wieder Live in München statt.

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