Messeauftritt auf der Automatica (27.-30.6.): Extend3D präsentiert AR-Technologien zur Werkerunterstützung live am Stand.
(Quelle: xiaoliangge/stock.adobe.com)
Extend3D, Anbieter für digitale Werkerunterstützung, präsentiert auf der Automatica in München drei Live-Demos zur dynamischen Laser- und Videoprojektion.
Im Fokus des Messeauftritts stehen die Unterstützung manueller Arbeit in der Industrie und eine lückenlose Datenkette zwischen Werkstück, Werkzeug und Werker.
Extend3D, der Anbieter für digitale Werkerunterstützung, zeigt auf der Automatica in München vom 27. bis 30. Juni 2023 drei Live-Demos zu Augmented-Reality-Projektionen in der Industrie. Am Extend3D-Messestand 512 in Halle A5 können Besucher nicht nur als Zuschauer Live-Demonstrationen verfolgen. Sie können auch selbst an einem Werkstück Hand anlegen. So machen sie sich ein Bild davon, wie AR die bidirektionale Brücke zwischen analoger Welt und digitalem Modell schlägt.
Demo 1: Werkzeugtracking an einer Batteriezelle
Die erste Demo kombiniert das Werklicht Pro S-System mit dem Tooltracking der Firma Advanced Realtime TooltrackingGmbH, um bei Verschraubungen an einer Batteriezelle zu assistieren. Dabei wird der Drehmomentschlüssel kontinuierlich getrackt und lokalisiert. So lässt sich sicherstellen, dass alle manuellen Bearbeitungsschritte auch zu 100 Prozent ausgeführt wurden. Der Werker sieht die projizierten Positionen für die Verschraubungen direkt auf der Batteriezelle. Er hält so die richtige Reihenfolge der Arbeitsschritte ein, welche hier äußerst wichtig ist. Während der Bearbeitung fließen Daten in beide Richtungen: aus dem Produktionssystem hin zum Werker und wieder zurück aus dem manuellen Bearbeitungsschritt in das digitale Produktionsmodell. Man spricht hier auch von sogenannter Workflow-Awareness. Ist die angezeigte Stelle erfolgreich bearbeitet, verschwindet die Projektion oder verändert sich, sodass der nächste Prozessschritt dargestellt wird.
Demo 2: Positionierung von Anbauteilen auf einer Schweißbaugruppe mit Videoprojektion
Im Zuge der zweiten Demo projiziert die AR-Technologie Werklicht Video dynamisch auf ein Blech auf einem Schweißtisch und trackt statt eines Werkzeugs die Anbauteile in Form von C-Profilen unterschiedlicher Länge. Diese gilt es, auf dem Blech im Rahmen einer Vormontage korrekt zu positionieren und zu heften. Zu diesem Zweck färbt die Videoprojektion die zu bearbeitenden Stellen blau ein. Nachdem der Werker die C-Profile an die richtigen Stellen gelegt hat, markiert der Videoprojektor dynamisch die Positionen grün. Sollte der Werker Teile falsch platzieren, wird die Stelle sofort rot gefärbt. Die Farbcodes lassen sich vorab individuell festlegen. Die Lösung ermöglicht es Werkern, höchste Variantenvielfalt spielend zu handhaben. Die intuitive Anleitung direkt auf dem Bauteil bietet zudem automatische Erkennung und Dokumentation von Korrektheit und Vollständigkeit. Um dieses System zu perfektionieren, arbeitet EXTEND3D weiterhin an der Verbesserung der digitalisierten Datenkette zwischen Werkstück, Werkzeug und Werker. Somit lassen sich Produktionsschritte lückenlos digital dokumentieren.
Demo 3: Anreißen von Schweißpunkten mit dynamischer Laserprojektion
Im Rahmen der dritten Demonstration sehen Besucher beispielhaft, wie das Projektionssystem Werklicht Pro L Schweißpunkte auf kleineren Blechteilen darstellt und einen Schweißvorgang unterstützt. Liegt das Werkstück auf dem Tisch, erkennt dies das System und startet die Projektion. Diese zeigt die exakte Position der Schweißpunkte an – selbst wenn das Teil über den Tisch bewegt oder an unterschiedlichen Stellen abgelegt wird. So können Werker in der Produktionshalle Schweißpositionen zielsicher erreichen und auch ohne gesonderte Vorrichtung präzise anreißen.
Werkerunterstützung: Der Weg zur 100-Prozent digitalen Prozesskette
„Die Bauteilerkennungs- und Werkzeugtracking-Technologie bilden eine wichtige Facette innerhalb der Digitalisierungsstrategie ab. Unser nächstes Ziel ist jedoch eine lückenlose Digitalisierung aller Produktionsschritte auf dem Shopfloor“, sagt Peter Keitler, Gründer und CEO von Extend3D. „Vor allem die nahe Zukunft wird spannend: Wir sehen gerade, wie sich ein Ökosystem von Anbietern herausbildet, das genau zu diesem Zweck zusammenarbeitet. Nur wenn alle am gleichen Strang ziehen – egal ob Hersteller von kollaborativen Robotern oder Messsystemen – lassen sich die Puzzleteile für eine 100 Prozent digitalisierte Prozesskette nahtlos aneinanderfügen.“
Die Zukunft sieht in der Tat vielversprechend aus. Mittlerweile konnte Extend3D einen weiteren großen Automobilhersteller als Interessenten für die intelligenten AR-Lösungen gewinnen. Gemeinsam arbeiten die Firmen unter anderem daran, die dynamische Laser- und Videoprojektion auch dort zu ermöglichen, wo das Arbeiten mit einem Tablet Unternehmen inzwischen schwerfällt.
Stand: 16.12.2025
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Bild oben: Der Zusammenbau einer Batterie ist komplex und erfordert außerdem viel manuelle Arbeit (Bild: Adobe Stock / xiaoliangge)