15.06.2022 – Kategorie: Fertigung & Prototyping

Automatica 2022: So funktioniert dynamisches Werkzeugtracking

Automatica 2022: So funktioniert dynamisches WerkzeugtrackingQuelle: Extend3D

Extend3D präsentiert auf der Automatica in München eine Live-Demo zur Inline-Bearbeitung eines Karosseriebauteils mithilfe von Werkzeugtracking, der Erweiterung der dynamischen Laser- und Videoprojektion.

Der Anbieter für digitale Werkerunterstützung Extend3D zeigt auf der Automatica, wie sich die Augmented-Reality-Projektion für Fließband-Anwendungen nutzen lässt und welchen Mehrwert Werkzeugtracking bietet. Am Messestand können Besucher den Live-Demonstrator bei der Arbeit verfolgen: Er besteht aus einer Elektrohängebahn, einem Laserprojektor, einem Schaltschrank sowie einer Speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS) und zeigt, wie das Werkzeugtracking funktioniert.

Automatica: Autotür wird über den Stand bewegt

An der Elektrohängebahn ist eine Autotür befestigt, die sich durch das Sichtfeld zweier Projektoren über den Stand bewegt. Auf das Karosseriebauteil werden millimetergenau Markierungen projiziert, die anzeigen, wo ein Werker nacharbeiten muss. Die Markierungen bleiben exakt an Ort und Stelle, auch wenn sich das Teil bewegt – die Projektion läuft dynamisch mit.

Die eingesetzten Schleif- und Polierwerkzeuge sind mit LEDs versehen, damit die Infrarotkamera(s) nachvollziehen können, wo der Werker gerade was getan hat. Beim Werkzeugtracking erkennt das System außerdem, dass ein Werkzeug an einer bestimmten Stelle war und weiß so, wann der Arbeitsschritt abgeschlossen ist. Die zu polierende Stelle wird beispielsweise mit einem grünen Kreis gekennzeichnet. Hat die Software registriert, dass der Arbeitsschritt beendet ist, blendet sie den grünen Kreis aus. So kann der Werker nach und nach alle Markierungen am Bauteil abarbeiten.

Nachbearbeitungen können nachgewiesen werden

Ein Unternehmen kann jetzt zweifelsfrei nachweisen, dass die nötigen Nachbearbeitungen tatsächlich durchgeführt wurden, denn die Dokumentation ist sichergestellt. Mit den Daten aus dem Werkzeugtracking lässt sich zudem ein digitaler Zwilling des Prozesses erstellen. Zukünftig könnte eine KI anhand dieser Informationen Tipps zur Schleifdauer oder Gerätedrehzahl geben.

Prozesssicherheit von der Konstruktion bis zum Qualitätsmanagement

Mit der dynamischen Laser- und Videoprojektion und deren Erweiterung, dem Werkzeugtracking, bietet der Hersteller Lösungen, um Datenflüsse in der Produktion gänzlich digital und ohne Medienbrüche abzubilden. Damit Unternehmen das System in eine Industrie-4.0-Infrastruktur integrieren können, setzt Extend3D auf den herstellerunabhängigen Standard OPC UA (Open Platform Communications Unified Architecture).

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