Autodesk eröffnet in Chicago, USA, das erste Generative Design Field Lab. Vor Ort erfahren interessierte Unternehmen, was sich hinter generativem Design verbirgt, wie sie es nutzen können und welche Potenziale sich dadurch ergeben.

Generatives Design basiert auf Künstlicher Intelligenz (KI) und nutzt Konstruktionsparameter wie Gewicht, Festigkeit des Materials und festgelegte Herstellungsmethoden, um für den Ingenieur mit Hilfe großer Rechenleistungen in der Cloud unzählige Lösungsansätze zu generieren. Der Konstrukteur wählt dann die für ihn am besten passende Version aus und kann sie bei Bedarf editieren. Das generative Design ermöglicht dem Anwender, von Anfang an die bevorzugten Fertigungsprozesse – sowohl subtraktive als auch additive Verfahren – auszuwählen. Dabei werden alle im Konstruktionsprozess definierten Vorgaben – wie Material oder Gewicht – berücksichtigt. Aufwändige Designentwürfe sowie zeitintensive Simulationsstudien entfallen. Konstrukteure und Ingenieure erhalten damit solide und detaillierte Lösungen. Gleichzeitig wird sichergestellt, dass die gewählte Version mit den zur Verfügung stehenden Maschinen herstellbar ist. Diese neuartige Form des Designs ist für Anwender von Autodesk Fusion 360 zugänglich, die Produktentwicklungsplattform, die Design, Engineering und Fertigung in einer einzigen Software vereint.

Das Generative Design Field Lab entsteht in Kooperation mit dem Digital Manufacturing and Design Innovation Institute (DMDII), einem fast 10’000 Quadratmeter großes Innovationszentrum in der Nähe der Innenstadt von Chicago.

Autodesks Generative Design Field Lab bietet Besuchern die Möglichkeit, neue Fertigungstechnologien zu erleben, zu testen und sich inspirieren zu lassen. Die Einrichtung richtet sich besonders an Unternehmen, die zum einen auf Qualität und Leistung Wert legen und die sich zum anderen stetig durch Innovationen weiterentwickeln möchten. Das Labor ist mit modernen Maschinen ausgestattet, so dass Besucher sehen können, wie Produkte in Echtzeit entworfen, prototypisiert und hergestellt werden. Neben einem DMS-Hybrid-Additiv/Subtraktiv-3-Achsen-Fräser sehen die Besucher eine Datron Neo CNC-Fräse und ein Farsoon eForm-Lasersinter-System.

Weitere Informationen zum Generative Design Field Lab: https://adsknews.autodesk.com/news/why-were-opening-a-generative-design-field-lab-in-chicago

In diesem Blogpost finden sich außerdem weitere Einsatzgebiete von generativem Design. Unter anderem ist zu erfahren, wie Architekten, Ingenieure und Bauunternehmer zukünftig von ihren Computern durch den Planungs- und Bauprozess geführt werden können, um sich selbst so voll und ganz ihrer Kernaufgabe widmen zu können – der erfolgreichen Projektplanung und Errichtung von Gebäuden.

Bild: Chuck Kennedy von Farsoon Technologies arbeitet an einem generativ designten Teil. ©Autodesk