ASQF fordert Ethikrat für Digitalisierung

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Welche ethischen Standards sollen für automatisierte Software und Systeme künftig gelten? Die Präsidentin des Arbeitskreis Software-Qualität und -Fortbildung e.V. (ASQF), Prof. Dr.-Ing. Ina Schieferdecker, fordert am Rande der Digitalmesse South by Southwest (SXSW) im texanischen Austin die Gründung eines nationalen Ethikrates. Er soll die öffentliche Meinungsbildung zur digitalen Transformation begleiten.
Prof. Dr.-Ing. Ina Schieferdecker, FU Berlin.

Welche ethischen Standards sollen für automatisierte Software und Systeme künftig gelten? Die Präsidentin des Arbeitskreis Software-Qualität und -Fortbildung e.V. (ASQF), Prof. Dr.-Ing. Ina Schieferdecker, fordert am Rande der Digitalmesse South by Southwest (SXSW) im texanischen Austin die Gründung eines nationalen Ethikrates. Er soll die öffentliche Meinungsbildung zur digitalen Transformation begleiten.

„Die Entwicklung von Technologien muss durch einen offenen gesellschaftlichen Diskurs begleitet werden. Nur weil alles möglich ist, muss nicht alles ermöglicht werden. Es gibt zu wenig Diskussion darüber“, kommentiert Schieferdecker ihre Forderung. Zudem kritisiert die IoT-Expertin die Schere zwischen wissenschaftlicher Auseinandersetzung und politischer Debatte. Letztere hinke den Veränderungen in Technik und Gesellschaft hinterher.  „Unter Wissenschaftlern ist die Debatte bereits im vollen Gange. In der Politik beginnt man gerade erst ein Bewusstsein für drängende Fragen der Systemsicherheit sowie ethische Fragen in automatisierten Systemen zu entwickeln. In die Betrachtung des digitalen Ökosystems müssen aber beide Seiten einbezogen werden. Dazu gehört auch die Frage der politischen Regulierung.“

Angesprochen auf die Frage nach Daten- und Systemsicherheit sagt Schieferdecker: „Vor uns liegt eine Herausforderung. Wir sind bisher vielleicht zu unstrukturiert mit unseren Daten umgegangen. Hier brauchen wir neben Standards und sicheren Netzwerkarchitekturen vor allem ein gesteigertes Bewusstsein für den Wert, die Nutzungsoptionen und die Kritikalität von Daten. Aber es ist nie zu spät, Dinge besser zu machen.“

Über den ASQF

Der 1996 in Erlangen gegründete ASQF ist das größte Expertennetzwerk für Software-Qualität im deutsch-sprachigen, europäischen Raum. Er ist wichtiger Ansprechpartner und Sprachrohr für Entwickler, Entscheider und Unternehmensgründer der gesamten IT-Branche. Zu den über 1.400 Mitgliedern gehören Großunternehmen wie Microsoft Deutschland, SAP, Siemens, T-Systems, Hewlett Packard, die Deutsche Post oder die deutsche Bundesbank und vor allem leistungsstarke Mittelständler, Hochschulen und Forschungseinrichtungen, sowie renommierte Fachleute ebenso wie engagierte Studenten. Als Verband setzt sich der ASQF im Besonderen dafür ein, die Bildung von Standards und Normen im Software-Qualitätsbereich zu unterstützen, sowie gezielte Anstöße zur Verbesserung des Softwareentwicklungs-prozesses zu geben.

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