Ätztechnik boomt – Automotive als Treiber

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Das fotochemische Ätzen etabliert sich zunehmend als anerkanntes Verfahren für die Herstellung von präzisen und häufig sicherheitskritischen Metallteilen und -komponenten. Das britische Fertigungsunternehmen Precision Micro nun Drei-Schicht-Betrieb eingeführt, 15 neue Mitarbeiter eingestellt und umgerechnet rund 350.000 Euro in Anlagen investiert, unter anderem in eine neue optische Koordinationsmessanlage (CMM).
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Das fotochemische Ätzen etabliert sich zunehmend als anerkanntes Verfahren für die Herstellung von präzisen und häufig sicherheitskritischen Metallteilen und -komponenten. Das britische Fertigungsunternehmen Precision Micro hat nun Drei-Schicht-Betrieb eingeführt, 15 neue Mitarbeiter eingestellt und umgerechnet rund 350.000 Euro in Anlagen investiert, unter anderem in eine neue optische Koordinationsmessanlage (CMM).

Die seit Jahresbeginn noch einmal exponenziell gestiegene Nachfrage nach ihren Produkten hat die Precision Micro größtenteils der besonders dynamischen Entwicklung der Automobilindustrie zu verdanken: Innerhalb kürzester Zeit wurden gleich mehrere Projekte u.a. für Motorkomponenten in Auftrag gegeben. Abteilungsübergreifend betreibt Precision Micro ein kontinuierliches Qualitätsverbesserungsprogramm („Continuous Quality Improvement“, abgekürzt CQI) mit dem Ziel, Produkt- und Fertigungsstandards weiter zu steigern. Die neue optische Mitutoyo-Koordinations-messanlage ergänzt die bereits bestehenden fünf Inhouse-Pendants und ist Teil der progressiven CQI-Bemühungen des Unternehmens. Mit dieser Investition soll sichergestellt werden, dass die Qualitätskontrolle mit dem jüngsten Anstieg des Produktionsvolumens beziehungsweise mit erwarteten weiteren Produktions-zuwächsen Schritt zu halten vermag

Vor dem Hintergrund der aktuellen hohen Produktionsvolumina und des erhofften zusätzlichen Produktionsanstiegs freut man sich bei Precision Micro besonders darüber, dass die neue CMM-Anlage um mehr als 80 Prozent schneller ist als die älteren Modelle. Außerdem ist sie größer, sodass mehr Teile zur Prüfung aufgegeben werden können. Dazu Quality Manager Carl Smith: „Als unmittelbare Folge unserer CQI-Projekte können wir nun Wiederholgenauigkeiten erreichen, die annähernd Six-Sigma-Standards entsprechen. Das kommt unseren Kunden zugute und verbessert gleichzeitig die Kosteneffizienz.“

Nur noch ein Viertel der früheren Prüfzeit

Ein Beispiel für die Vorteile, die Precision Micro der Einsatz der kürzlich installierten optischen CMM mit Hochgeschwindigkeit bringt, sind laut Smith die Einsparungen bei den Prüfzeiten, die man bei einer selbstgefertigten Standard-Automobilkomponente erzielt habe: „Wir können nun eine präzise Prüfroutine für eine bestimmte Menge dieser Kom-ponenten in nur vier Stunden durchführen. Die gleiche Aufgabe hat vorher 16 Stunden in Anspruch genommen. Wir müssen jeden Monat über eine Million Automobilteile umfassend prüfen. Dank der Genauigkeit und Geschwindigkeit der neuen CMM gibt es keine Prüfengpässe mehr. Und: Trotz der hohen Produktionszahlen ist gewährleistet, dass unsere Kapazitäten für die Dimensionsmessung ‚zukunftssicher‘ sind.“

Die neue optische Koordinationsmessanlage ist Teil eines Investitionsprogramms, das außerdem eine Materialreinigungslinie umfasst, mit der Precision Micro die abteilungs-spezifische Leistung um weitere 50 Prozent steigern wird. Beide Investitionen sind auf die allgemeine Geschäftsstrategie des Unternehmens abgestimmt, das Teil einer globalen Engineering-Gruppe ist: 2012 erwarb der Luft- und Raumfahrt-, Verteidigungs- und Energiekonzern Meggitt PLC die Firma. Precision Micro strebt eine Umsatzsteigerung
um 50 Prozent bis zum Jahr 2020 an. Für das kommende Jahr sind weitere Investitionen geplant.

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