Praxis-Tipps für KMU Additive Fertigung: BAM eröffnet interaktiven Showroom

Quelle: BAM 2 min Lesedauer

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Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) hat einen interaktiven Showroom zur Additiven Fertigung eröffnet. Hier kann man die einzelnen Phasen des 3D-Druckprozesses hautnah erleben.

Feierliche Eröffnung des Showrooms mit BAM-Präsident Prof. Dr. Ulrich Panne und Kai Hilgenberg, Leiter des Kompetenzzentrums Additive Fertigung.(Bild: BAM)
Feierliche Eröffnung des Showrooms mit BAM-Präsident Prof. Dr. Ulrich Panne und Kai Hilgenberg, Leiter des Kompetenzzentrums Additive Fertigung.
(Bild: BAM)

Der Showroom richtet sich primär an kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs) und vermittelt praxisnahe Einblicke in die neuesten Technologien der Additiven Fertigung und der digitalen Qualitätssicherung.

Additive Fertigung in bestehende Prozesse einbinden

KMUs stehen vor der Herausforderung, innovative Technologien wie den 3D-Druck kosteneffizient in ihre Produktionsprozesse zu integrieren. Der BAM-Showroom bietet eine Plattform, um zu zeigen, wie additive Fertigung in bestehende Prozesse eingebunden werden und hierbei gleichzeitig die digitale Qualitätssicherung berücksichtigt werden kann. 

Interaktive Stationen 

Interessierte können an interaktiven Stationen die einzelnen Phasen des 3D-Druckprozesses hautnah erleben - vom Pulver bis zum fertigen Bauteil. So lässt sich beispielsweise das Fließverhalten unterschiedlicher Pulver beobachten. Aus verschieden geformten Kunststoffbausteinen können Besucher ein Wand-Modell zusammensetzen, das den Einsatz additiver Fertigungsverfahren im funktionsintegrierten Gebäudebau veranschaulicht. 

Bauteile, die nur mit Additiver Fertigung hergestellt werden können

Ein Fokus des Showrooms liegt auf 3D-gedruckten Bauteilen aus Beton, Metall und Keramik, die mit herkömmlichen Fertigungsverfahren nicht hergestellt werden können. Ein Beispiel dafür ist eine Turbinenschaufel mit komplexen Strukturen, die die Effizienz moderner Turbinen verbessert. Ein mithilfe von Algorithmen des Softwareunternehmens Hyperganic entwickelter Wärmetauscher zeigt außerdem, wie fortschrittliche Designansätze nicht nur die Fertigung ermöglichen, sondern auch die Produktleistung optimieren können. 

Wie KMU Daten nutzen können

Ein weiteres Highlight ist der sogenannte "Datenschatz". Dieses Exponat demonstriert die enormen Datenmengen, die während der additiven Fertigung und der anschließenden Qualitätssicherung entstehen. Es verdeutlicht wie KMUs dieses bislang ungenutzte Potenzial zur Weiterentwicklung digitaler Qualitätssicherungsverfahren und zur Optimierung ihrer Produktionsprozesse einsetzen können.  

BAM-Präsident Prof. Dr. Ulrich Panne erklärt zur Eröffnung: „Unser Showroom zur additiven Fertigung bietet KMUs eine einmalige Gelegenheit, um die neuesten Technologien zu entdecken, für ihre Produktion zu evaluieren und und neue Ideen in Kooperation mit der BAM zu entwickeln. Die interaktiven Exponate bringen die komplexen technologischen Prozesse auf eine greifbare und verständliche Weise näher.“  

Wer den Showroom besuchen und sich über die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten der additiven Fertigung und der digitalen Qualitätssicherung informieren will, wendet sich bitte an martin.epperlein@bam.de.  

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