13.02.2013 – Kategorie: Hardware & IT

Adams: Neue Funktionen für Automobil- und Maschinenbau

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Die MSC Software Corporation, Anbieter von Simulationssoftware und Dienstleistungen, hat die Einführung der neuen Version Adams 2013 angekündigt. Adams gehört zu den führenden Programmen für Mehrkörpersimulation. Die neue Version umfasst zusätzliche Module für dynamische Analysen im Maschinenbau sowie erweiterte Funktionen für die Automobilindustrie in den Bereichen Fahrmanöver, Blattfeder- und Antriebsstrangmodellierung. Die neue Version unterstützt Maschinenbauingenieure, Systeme und Subsysteme zu modellieren, Leistungsparameter abzuschätzen und Ergebnisse zu visualisieren.

Verbessert wurde beispielsweise der sogenannte HHT-Integrator, er verfügt nun über eine effizientere Schrittweitensteuerung. Das erhöht die Berechungs-Geschwindigkeit über alle Modellklassen hinweg. Darüber hinaus bietet Adams 2013 Anwendern die Möglichkeit, die „adaptive Interpolation“ zur Erhöhung der Solver-Geschwindigkeit in allen Integratoren zu implementieren. Das Verfahren der adaptiven Interpolation steigert die Rechengeschwindigkeit deutlich. Beispielsweise hat sich die Geschwindigkeit für Fahrmanöver auf Schlechtwegstrecken um das Vierfache und für Fahrmanöver auf ebener Fahrbahn um das Zehnfache erhöht.

Modul für die Lager

Mit der neuen Version wird in der Lösung Adams/Machinery ein neues Modul für die Berechnung von Lagern eingeführt. Dieses Modul ergänzt die ab Version 2012 vorhandenen Funktionen für Getriebe, Riemen und Ketten. Das neue Lager-Modul ermöglicht Anwendern die Auswahl aus einer Bibliothek von über 24.000 gebrauchsfertigen Lagern. Diese decken ein Spektrum von insgesamt 14 Lagertypen ab. Die Bibliothek enthält geometrische Kennwerte für die Lager von insgesamt acht führenden Herstellern. Die neuartige Modellierungsmethode, die hier Anwendung findet, ermöglicht eine Lebensdauerprognose auf der Basis anerkannter Industrienormen. Adams/Machinery ist vollständig in die Adams/View-Umgebung integriert. Damit können bereits Konstrukteure auf einfache Weise Simulationen auf hohem Niveau durchführen. Ingenieure haben nun die Möglichkeit, die Entwicklung gängiger Maschinenkomponenten effizienter zu gestalten als mit der standardmäßigen Adams/View-Umgebung, wobei sie zugleich von einem schnelleren Einstieg profitieren.

Funktionen für Automobil- und LKW-Konstrukteure

Der Modellbrowser in Adams/View kann nun durch den Anwender angepasst werden und ist sowohl in Adams/View als auch in Adams/Car zu finden – im Modus Template Builder wie auch auf der Standardbenutzeroberfläche. Darüber hinaus steht für den Browser UDE-Support (UDE = User Defined Element) zur Verfügung. Der anpassbare Modellbrowser, der unter anderem dynamische Suchvorgänge und speicherbare Filter unterstützt, erleichtert den Zugriff auf komplexe Fahrzeugmodelle sowie deren Modifizierung.

Aufbauend auf den zuvor in Adams/Chassis verfügbaren, bewährten Modellierungstools für Blattfedern wird mit Adams 2013 diese neue Funktion in Adams/Car eingeführt. Darüber hinaus unterstützt das Programm ein vollständiges Einblattfedermodell. Von dieser neuen Funktion profitieren CAE-Analysten aus dem Bereich der Klein- und Schwerlastkraftwagenkonstruktion. „Der Blattfeder-Editor in Adams 2013 bietet erhebliche Verbesserungen im Hinblick auf die Benutzerfreundlichkeit und ein besseres Zusammenspiel zwischen den verschiedenen Adams-Automobillösungen,“ so Robert Borries, Core Vehicle Dynamics CAE Engineer bei der Ford Motor Company.

Adams 2013 bietet die konsolidierte Antriebsstrangmodellierung sowohl in Adams/Car als auch in Adams/Chassis. In der neuen Version finden Ingenieure eine Reihe vordefinierter Vorlagen, unter anderem für Handschalt-, Automatik, CVT- und Doppelkupplungsgetriebe.

Das bisherige Adams/Tire konzentriert sich auf Handlingtests mit Frequenzen unter 15 Hz. Mit der Option für die Reifengürteldynamik im neuen Adams 2013 kann hingegen eine Gültigkeit in Bereichen von bis zu 70 Hz erzielt werden. Auf diese Weise kann Adams/Tire mit hoher Zuverlässigkeit bei zugleich geringem Rechenaufwand in der Fahrzeuganalyse eingesetzt werden.


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