Das italienische Unternehmen Fizik bietet mit dem knapp 200 Gramm leichten „Argo Adaptive“ einen zukunftsweisenden Fahrradsattel an. Welche Vorteile die 3D-Drucktechnologie von Carbon dem Sattelhersteller bietet, zeigt dieser Bericht. Einen wichtigen Beitrag leistet dabei die „Idea-to-Production“-Plattform.
(Quelle: Carbon)
3D-Carbon-Drucker: Durch hochpräzise und immer leistungsfähigere Verfahren hat sich die additive Fertigung in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt und ist heute ein Kernelement in der digitalen Produktion. In einigen spezialisierten Branchen wie der Medizintechnik ist 3D-Druck bereits zum Standardverfahren geworden, in der Automobilindustrie wird punktuell mit additiv gefertigten Bauteilen optimiert.
Innovation: Ultraleichter Fahrradsattel
Besondere Aufmerksamkeit in der breiten Öffentlichkeit für die Innovationskraft der additiven Fertigung finden häufig 3D-Druck-Highlights aus dem Consumer-Bereich. Anhand von revolutionären Produktneuheiten, die in Design oder ergonomischem Komfort neue Maßstäbe setzen, positionieren sich Markenhersteller als State-of-the-Art – zugleich werden auch branchenübergreifend die Potenziale deutlich. In diesem Jahr stechen hier besonders die neuesten Entwicklungen von Fahrradsätteln heraus. Ein Vorreiter bei innovativen Entwicklungen ist der italienische Sattel-Hersteller Fizik, ein Tochterunternehmen des weltweiten Marktführers Selle Royal. Fizik setzt bereits seit 2019 auf die 3D-Drucktechnologie von Carbon, hat mehrere Bestsellermodelle herausgebracht und aktuell mit dem knapp 200 Gramm leichten „Argo Adaptive“ einen weiteren zukunftsweisenden Fahrradsattel vorgestellt. So zeigt das Beispiel Fizik sehr anschaulich die Möglichkeiten auf, die der 3D-Druck Unternehmen und Designern für neuartige Produkte eröffnet. Der Weg dahin führt über die sogenannte „Idea-to-Production“-Plattform von Carbon.
Alles aus einer Hand
Mit der „Idea-to-Production“-Plattform bietet das kalifornische Unternehmen Carbon seinen Kunden ein offenes Ökosystem. Dieses ermöglicht, neue Produktideen zu entwickeln, die von komplexen Industrieteilen über hochpräzise Automobilkomponenten bis hin zu Sportartikeln wie Fahrradsattel und Schuhsohlen reichen. Die Plattform basiert auf drei Säulen: Software, Hardware und Material. Das patentierte Carbon-DLS-Druckverfahren (Digital Light Synthesis) setzt digitale Ultraviolettlichtprojektion, sauerstoffdurchlässige Optik und regulierbare Flüssigharze ein, um Komponenten mit verschiedensten mechanischen Eigenschaften und Auflösungen und einer hohen Oberflächenqualität herzustellen.
Die Plattform umfasst eine Vielzahl von Materialien, die cloud-basierte Software-Suite Design Engine Pro für das Produktdesign, die Definition von Produktionsprozessen sowie eine Auswahl an leistungsstarken 3D-Druckern (3D-Carbon-Drucker). So ist der gesamte Entwicklungszyklus über ein System umsetzbar und ermöglicht innovative Produkte, die sich innerhalb weniger Monate vom Prototyp zur Produktionsreife bringen und anschließend in großem Umfang in Serie herstellen lassen.
High-End-Produkt aus dem 3D-Carbon-Drucker
Das Fahrrad-Unternehmen Fizik nutzt die Vorteile der „Idea-to-Production“-Plattform von Carbon. Spezialisiert auf anspruchsvolle, sportlich orientierte Radfahrer entwickelt Fizik neuartige Sättel, die nicht nur die Leistungsfähigkeit des Produkts verbessern, sondern auch den Komfort für den ambitionierten Radsportler steigern. Bei einem traditionellen Sattel besteht der verwendete Schaumstoff aus den gleichen Grundmaterialien, die im gesamten Polster zum Einsatz kommen. Daher sind diese Sättel entwicklungstechnisch immer nur ein Kompromiss, um ein Standardniveau an Komfort zur Gewichtsverteilung in allen Bereichen der Polsterung zu erreichen. Über die Carbon-Design-Engine-Software und auf Basis von Datenanalysen lässt sich ein 3D-gedruckter Sattel von Grund auf anders gestalten. Die Entwickler können sowohl große als auch kleine Gitterstrukturen verwenden. Im Design sowie während des Druckvorgangs, für den Fizik den L1-Printer von Carbon (3D-Carbon-Drucker) nutzt, lässt sich nahtlos zwischen verschiedenen Polsterzonen unterschiedlicher Nachgiebigkeit wechseln.
Software vereinfacht den Design- und Prototyping-Prozess
Eine Neuentwicklung wie der Fizik Argo Adaptive basiert auf einer extensiven Datensammlung und dem Zusammenspiel von Designern, Sportwissenschaftlern und Ingenieuren. Carbons Software ermöglicht es, die Designbeschränkungen und Volumenschwellen herkömmlicher Fertigungstechnologien zu reduzieren, die Werte bisheriger Projekte hinsichtlich Stoßdämpfung, Spannungsverteilung und Seitenstabilität zu optimieren und zusätzlich die Daten aus 20.000 Testkilometern auf dem Fahrrad zu analysieren, bis es zur Produktion kommt.
Ein großer Vorteil der additiven Fertigung liegt in der Verkürzung des Prototyping, bestätigt auch Alex Locatelli, Product Manager bei Fizik: „Wir haben 120 verschiedene Prototypen auf ihre Auswirkungen auf verschiedene Fahrertypen testen können. Das hätte mit der herkömmlichen Produktion etwa zehn Jahre gedauert. Die Carbon-Plattform ermöglicht es uns, die Bedürfnisse von Radsportlern in Bezug auf Kraftübertragung, Stoßdämpfung, Stabilität und Komfort genau zu erfüllen, ohne die Einschränkungen, die traditionelle Produktionsmethoden oder Materialien wie Schaumstoff mit sich bringen. Die Kombination aus druckbaren Mehrzonen-Gitterstrukturen, Software und leistungsfähiger Hardware für Prototyping und Seriendruck ist bei einem so komplexen Entwicklungsprojekt von großem Vorteil.“
(Der Antares Versus Evo 00 Adaptive von Fizik ist ein komfortabler Fahrradsattel mit 3D-gedruckter Polsterung, einer Vollcarbonschale und Carbonstreben. Bild: Carbon)
3D-Carbon-Drucker: Die Wahl des richtigen Materials
Auch das verwendete Material ist für die Beschaffenheit des Sattels hinsichtlich Kraftübertragung, Stoßdämpfung und Stabilität entscheidend. Carbon bietet eine breite Palette von unterschiedlichen Harzoptionen an. Die Sattel von Fizik werden mit dem Material EPU 41 von Carbon gedruckt, das eine nahtlose, zonale Dämpfung und hervorragende Stütz- und Kraftübertragungseigenschaften, Dehnbarkeit und Energierückführung aufweist. Dieses Material ist besonders reißfest und flexibel, wodurch es sich im Vergleich zu anderen Elastomer-Werkstoffen besonders gut für die Produktion von Gitterstrukturen eignet.
Stand: 16.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die WIN-Verlag GmbH & Co. KG, Chiemgaustraße 148, 81549 München einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://kontakt.vogel.de/de/win abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Von der Idee zur Produktion
Ob additiv gefertigter Fahrradsattel, Sportschuh-Sohle, Football-Helm, Outdoor-Rucksack, aber auch Zahnschiene oder ein spezielles Auto-Bauteil wie ein Verbindungsstück der Handbremse oder des Kühlsystems – die Einsatzmöglichkeiten des 3D-Drucks sind vielseitiger als jemals zuvor. Und die Effizienz überzeugt immer mehr Verantwortliche in Konstruktion und Entwicklung, auf additive Fertigung umzustellen. Blickt man auf den gesamten Entwicklungsprozess sind die dargestellten Vorteile bei der Sattel-Fertigung auch auf andere Branchen übertragbar. So kann Carbons patentiertes DLS-Verfahren in Kombination mit Software, Material und Hardware eine schnellere Herstellung von Objekten und Produkten im Vergleich zu bisher am Markt etablierten Verfahren erreichen – von der Idee über das Prototyping bis hin zur Serienproduktion.
Der Autor Andreas Tulaj ist Vice President Sales Europe bei Carbon.