175 Jahre: Hengstler schreibt Industriegeschichte und regt zum Denken an

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Ein Unternehmen, das 175 Jahre am Markt ist, muss etwas richtig machen – was Unternehmen von Hengstler lernen können.
175 Jahre: Hengstler schreibt Industriegeschichte und regt zum Denken an

Quelle: Hengstler

Das Unternehmen Hengstler feiert Jubiläum: Vor 175 Jahren begann es im schwäbischen Aldingen mit Zulieferungen für die Uhrenindustrie, was heute ein bedeutender Hersteller industrieller Zähl- und Steuerungskomponenten ist. Hengstler beliefert heute Kunden aus den verschiedensten Branchen weltweit. Ihren Anfang nahm diese Industriegeschichte 1846 mit der Produktion von Tonfedern für Wand- und Standuhren. Zu den Abnehmern zählten vor allem Uhrenfabriken aus dem Schwarzwald. Schon in den ersten Jahrzehnten war das Unternehmen international aufgestellt: Der Tonfederdraht kam oft aus Schweden, die Tonfedern selbst wurden bis nach Japan exportiert.

Innovation schon in den Zwanzigern des letzten Jahrhunderts

In den 1920er Jahren kamen Hub- und Umdrehungszähler ins Produktprogramm: Damals entwickelte Hengstler den kleinsten nullstellbaren Zähler der Welt. 1957 präsentierte man dann das Zählersystem 400: Das waren Zähler auf Kunststoffbasis mit Stecksystem, die zu günstigen Preisen eine hohe Leistungsfähigkeit boten. Mit diesem Produkt eroberte sich Hengstler eine Spitzenposition am Markt. Weltweite Verbreitung fanden Zähler von Hengstler auch in Tonbandgeräten vieler namhafter Hersteller.

Innovativ war Hengstler darüber hinaus im Bereich der Kunststoff-Spritzgusstechnik: Das Unternehmen etablierte die Stammform als Spritzgusswerkzeug und revolutionierte damit die Fertigung von Kunststoffteilen. Die hergestellten Teile kamen nicht nur in der eigenen Produktion zum Einsatz, sondern wurden auch frei verkauft.

Industriegeschichte: Hengstler als Pionier der Gleitzeit und Kämpfer für humane Arbeitsbedingungen

Ende der 1960er Jahre erfand Hengstler dann die Gleitzeit und stellte mit dem Flextimer eines der ersten Geräte für die Anwesenheitserfassung vor. Parallel dazu wurde der Hengstler-Slogan „Ai laik Gleitzeit“ in den 1970er Jahren zum Synonym für humanere Arbeitsbedingungen.

Industriegeschichte schrieb das Aldinger Unternehmen auch 1975 als Erfinder des Sicherheitsrelais mit zwangsgeführten Kontakten. Das Konstruktionsprinzip wird heute von allen Herstellern dieser Bauelemente angewandt. Das Unternehmen hat zudem die Entwicklung der Opto-Asic-Technologie initiiert und vorangetrieben, durch die u.a. die Präzision von Drehgebern maßgeblich erhöht wurde. Heute kommen die Drucker, Drehgeber, Zähler, Relais und Abschneider von Hengstler weltweit in zahlreichen Anwendungen zum Einsatz – in der Automatisierungstechnik ebenso wie in Windkraftanlagen, Nutzfahrzeugen, Fahrkartenautomaten oder im medizinischen Bereich.

Hengstler heute und traditionelle Erfolgsrezepte für langfristiges Wachstum

Das Unternehmen hat sich zu einem bedeuteten europäischen Hersteller industrieller Zähl- und Steuerungskomponenten für die Automatisierung entwickelt. Zum Produkt-Programm des 1846 gegründeten Traditionsunternehmens gehören neben Drehgebern und Zählern auch Sicherheitsrelais. Hengstler entwickelt und fertigt darüber hinaus Einbaudrucker für Fahrkartenautomaten und Kontoauszugsdrucker und ist Europas größter Hersteller von Abschneidern. Dabei setzt das Unternehmen nach eigenen Angaben auf kompetente Beratung sowie Variantenvielfalt der Produkte. Auf Wunsch übernehme das Unternehmen die komplette Projektabwicklung.

Lesen Sie auch: Kunststoff in Bewegung: Igus Motion Plastics Show 2021 öffnet ihre digitalen Türen

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