ProfiCAM: Neue Features für die NC-Programmierung

Am Mittwoch auf der Fachmesse für Metallverarbeitung AMB in Stuttgart stellte Coscom eine weiterentwicklete Version des CAM-Systems ProfiCAM vor. Die neue Version nutzt ein Virtual-Machining-Konzept sowie neuentwickelte Software-Technologien. Unter anderem wurde auch die Zusammenarbeit mit Autodesk Inventor verbessert. Nach ersten Testläufen im Feld, ist die Markteinführung für die erste Jahreshälfte 2013 geplant.

Immer höhere Variantenvielfalt, kleinere Losgrößen und steigende Flexibilität in der Fertigung im Hinblick auf Liefertermintreuesowieimmer komplexere Maschinenkinematiken – diese Anforderungen fokussierte Coscom bei der Entwicklung von ProfiCAM Professional. Das System beherrscht die Programmierung von Fräs-, Dreh-, und Millturn-Bearbeitungszentren. Ein hoher Automatisierungsgrad bei Maschinenwechsel und konstruktiven Bauteiländerungen soll die Anwender in die Lage versetzen, möglichst flexibel und schnell auf Prozessänderungen zu reagieren. Die systemeigenen Technologien zur Programmierung von individuellen Maschinenzusatzaggregaten, wie Winkelköpfe, Reitstock, Lünette und Drehfutter, erweitert das NC-Programmiersystem zu einem umfassenden Maschinensteuerungssystem. ProfiCAM Professional soll hierbei als Herzstück eine Initialposition zur Steuerung des gesamten Fertigungsprozesses rund um die CNC-Maschine übernehmen.

Produktivität steigern

Durch die Verwendung von Hochleistungsalgorithmen zur Berechnung optimaler Werkzeugbahnen soll die Software eine erhebliche Verbesserung der Schrupp-, Schlicht- und Bohrstrategien bewirken. Eins der neuen Merkmale ist eine synchrone Maschinenraumsimulation, die nun einen direkten Jobaufruf ermöglicht. Zudem lassen zwei unterschiedliche kinematische Konzepte in einer Maschine programmieren und damit die Komplettbearbeitung eines Werkstücks umsetzen. Drehen und Fräsen in verschiedenen Arbeitsräumen pro Maschineneinheit ist nun ebenfalls im Standard integriert. Auch die Maschinenraumsimulation mit Kollisionskontrolle und Materialabtrag passt sich den neuen Programmiermöglichkeiten an. Nicht nur die Simulation ist nun zu unterschiedlichsten Maschinentypen und -fabrikaten kompatibel wie Hermle, DMG, Index oder WFL, es lassen sich auch verschiedenste individuelle kinematische Möglichkeiten virtuell durchführen.
Die Übersicht bei komplexen CAM-Projekten behalten: Dialoghinweise und ein Feature-Chart mit aussagekräftigen Grafiken sollen die Bedienung wesentlich vereinfachen und verbesserte Bedienoberflächen für gesteigerten Programmier-Komfort sorgen. Neue Filter- und Suchfunktion, Bild- und Textunterstützung: Papier- oder Onlinehilfen sollen damit der Vergangenheit angehören. Ein besonderes Highlight stellt das Rohteilmanagement mit der Aufmaßanalyse dar. Dabei erhält der Programmierer permanent Auskunft über den aktuellen Zustand des Bauteils, schon während der Programmierung.
Mehr Flexibilität bis zur finalen Zerspanungstechnologie und keine doppelten Eingaben bei einem Technologiewechsel sind zusätzliche Funktionen und Nutzen, die es dem Bediener ermöglichen, ohne großen Mehraufwand auf Änderungen einzugehen. Zusätzlich erlaubt die hohe automatische Technologieaktualisierung bei Änderungen am CAD-Modell eine rasche und flexible Reaktion. Mit dem CAD-Änderungsdienst können die im CAM-System erstellten Geometrieänderungen, wie Fasen, Rundungen, Bohrungen, etc. am neu eingeführten CAD-Modell nachgeführt werden, auch bei importierten CAD-Daten.

CAD-Direkintegration in Autodesk Inventor

Die Systemintegration zu marktüblichen CAD-Systemen sichert die Datenkommunikation in die Konstruktionsabteilungen ab. Zum Beispiel sorgt die Autodesk Inventor CAD-Direktintegration mit Feature-Übernahme für eine verbesserte Prozessdurchgängigkeit. Die Integrationsfähigkeit garantiert auch einen problemlosen Datenaustausch zum Fertigungs-Dokumenten-Management, der Werkzeug- und Betriebsmittelverwaltung und ermöglicht im graphischen Rüstvorgang die problemlose Verknüpfung zur Maschinen- und Vorrichtungsverwaltung.
Bei der Entwicklung wurde ebenso ein besonderes Augenmerk  auf eine Unterstützung der Maschinensimulation gelegt, egal ob es um die Parametrierung und Logikunterstützung für die Simulationsaufbereitung geht, oder aber um eine hocheffiziente Grafikaufbereitung der Werkzeuge handelt. Die systeminterne Maschinenraumsimulation mit Materialabtrag und Kollisionsprüfung gibt dem Anwender Sicherheit in seiner täglichen Arbeit und beschleunigt den Einfahrprozess an der CNC-Maschine.

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