OpenGL Open Source-Version

3Dlabs Anbieter von professionellen Visualisierungslösungen, hat neue Treiber für seine Grafikbeschleuniger-Produktfamilie Wildcat VP herausgebracht. Die neuen Treiber sind mit einer vorläufigen Implementierung der neuen OpenGL-Shading-Programmiersprache ausgestattet. 3Dlabs ist der erste Anbieter, der eine Implementierung auf den Markt bringt, die die OpenGL-Shading-Programmiersprache nutzt. Diese wurde kürzlich vom OpenGL Architecture Review Board als offizielle Erweiterung zu OpenGL bestätigt und wird als Basis für den neu entstehenden Standard OpenGL 2.0 angesehen. Um die rasche herstellerunabhängige Anpassung der OpenGL-Shading-Programmiersprache zu fördern, hat 3Dlabs das Front-end des Compilers herausgebracht. Dieses wird in den neuen Treibern als Open Source genutzt, um einen gebührenfreien kommerziellen und nicht-kommerziellen Einsatz zu ermöglichen.

Die OpenGL-Shading-Programmiersprache wird neue Generationen von programmierbaren Grafikkomponenten ermöglichen, die zunehmend als Visual Processor Units (VPU) bezeichnet werden. Diese VPUs können flexibel für verschiedenste Aufgaben programmiert werden, nicht nur auf 3D-Grafik beschränkt. Erreicht wurde dies durch die Bereitstellung einer technologisch ausgefeilten, Hardware-unabhängigen Programmierbarkeit für VPUs in einer geläufigen C-ähnlichen Syntax mit hoher Leistungsfähigkeit. Damit lässt sich eine nahezu unbegrenzte Bandbreite an Grafik-, Imaging- und Vektor-Algorithmen programmieren, die direkt an den VPU-Maschinen-Code kompiliert werden können, woraus enorme Möglichkeiten für die Hardware- und Compiler-Innovation resultieren. Die neuen Wildcat VP-Treiber implementieren ein Subset der OpenGL-Shading-Programmiersprache, so dass Programmierer von dieser programmierbaren Hardware der ersten Generation höchsten Nutzen ziehen können.

Der Quellcode der OpenGL-Shading-Programmiersprache, der als Open Source von 3Dlabs herausgebracht wurde, führt die Verarbeitungsprozesse der Front-end-Kompilierung für die neue Sprache aus. Dies umfasst auch die lexikalische und Syntax-Analyse, um eine dazwischenliegende Darstellung der Shading-Programme zu produzieren, die für die weitere Verarbeitung durch jeden beliebigen Back-end-Code-Generator geeignet sind. Darüber hinaus wurde der Quellcode von 3Dlabs dazu eingesetzt, um die Spezifizierung der OpenGL-Shading-Sprache von Programmierfehlern zu bereinigen und zu verfeinern.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:www.3dlabs.com

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