IoT-Ready Alliance gegründet

Unternehmen wie Enlighted, Tridonic und DesignLights Consortium arbeiten an der Einführung eines Standards für „IoT-Ready“-Leuchten, die auch nach der Montage auf einfache Weise mit Sensoren und Anschlussmodulen aufgerüstet werden können.

Leuchten- und LED-Driver-Hersteller, Internet-of-Things-(IoT-)Technologie-Unternehmen und Branchengruppen haben die IoT-Ready Alliance ins Leben gerufen, die sich dem einfachen Einbau von IoT-Technologien in Leuchten heute und in Zukunft widmet.

Die Allianz setzt Branchenstandards, durch die LED-Leuchten künftig „IoT-Ready“ (bereit für das Internet of Things) sein werden. Der Einbau von hochentwickelter IoT-Sensoren wird damit noch rascher und unkomplizierten – so einfach wie der Austausch einer Glühlampe. Zudem können die Betreiber von Gebäuden die Sensoren einfach aufrüsten und so ihre Gebäude letztendlich fit für die Zukunft machen, da sich die IoT-Technologie im Vergleich zur LED-Leuchtentechnik weitaus schneller weiterentwickelt.

Beleuchtungsanlagen sind ideale Träger für die IoT-Technologie in intelligenten Gebäuden, da sie für granulare Datenerfassung eine allgegenwärtigen Position im gesamten Gebäude bieten und gleichzeitig die Sensoren mit Strom versorgen. Dennoch verfügt heutzutage nur ein geringer Prozentsatz von LED-Leuchten über intelligente Sensoren. Sind LED-Leuchten erst montiert, kommt der spätere Einbau eines Sensors so teuer, dass die Nachrüstung mit Sensoren unwahrscheinlich ist.

LED-Beleuchtungskörper weisen üblicherweise eine Lebensdauer von 15 Jahren oder länger auf, während sich die IoT-Technologie und die intelligente Sensortechnik rasant weiterentwickeln, ähnlich schnell wie jene von Mobiltelefonen. Das hat zur Folge, dass sich die IoT-Technologie im Verlauf der Lebensdauer einer LED-Leuchte stark verändern wird. Die Upgrade-Zyklen für IoT-Sensoren erfordern eine kostengünstige, schonende Methode für den Austausch der Sensoren.

Wie Joe Costello, CEO von Enlighted, betont, sollte diese Herausforderung rasch bewältigt werden – ein Aufruf, dem die IoT-Ready Alliance entspricht. „Es ist dringend erforderlich, dass die LED-Leuchten, die heute ausgeliefert werden, auf einfache Weise auf IoT-Technologie aufgerüstet werden können. Andernfalls besteht die Gefahr, dass Gebäude über die gesamte Lebensdauer dieser Beleuchtungskörper hinweg ‚unintelligent‘ bleiben müssen. Für die Betreiber von Gebäuden sind fünfzehn Jahre oder mehr eine lange Zeit, um auf die nächste Gelegenheit für den Einbau intelligenter Sensoren zu warten. IoT-Ready-Leuchten ermöglichen es Kunden, zukunftsorientierte LED-Leuchten in ihren Gebäuden zu installieren.“

Die Allianz stellt sich dieser Herausforderung durch Standardisierung der Schnittstelle zwischen jeder Leuchte und jedem IoT-Sensor. Dadurch ist ein Einbau oder eine Aufrüstung von Sensoren jederzeit leicht möglich.

„Wir freuen uns sehr, dass sich die Schlüsselunternehmen der Lichtindustrie zusammengeschlossen haben, um die Bedürfnisse unserer Kunden zu erfüllen. Tridonic ist dabei eine treibende Kraft“, so Guido van Tartwijk, CEO von Tridonic. „IoT-Ready macht Leuchten fit für die Zukunft, sodass sich Kunden keine Sorgen wegen einer Aufwärtskompatibilität und Technologie-Upgrades machen müssen, die in der sich rasch entwickelnden Welt des IoT zu erwarten sind.“

Aus diesem Grund arbeitet die IoT-Ready Alliance derzeit an der Festlegung von Standards für die entscheidenden Eigenschaften von Schnittstellen. Sie befasst sich sowohl mit in die Leuchte integrierbaren als auch mit externen Sensoren. Die IoT-Ready-Standards werden Definitionen für elektrische Schnittstellen, Verbinder und mechanische Formfaktoren enthalten.

„Beleuchtungssysteme auf IoT-Basis verfügen über ein enormes Potenzial zur Optimierung der Energieeffizienz und führen neue Werte in die Beleuchtungs- und Bauindustrie sowie darüber hinaus ein“, erklärt Gabe Arnold, technischer Leiter beim DesignLights Consortium™. „Durch die Standardisierung der Schnittstelle zwischen diesen IoT-Systemen und den Leuchten, an die sie angeschlossen sind, leistet die IoT-Ready Alliance einen wesentlichen Beitrag zur Freisetzung des gesamten Technologiepotenzials und zur umfassenden Verbreitung der Technologie.“

Zu den ersten Teilnehmern der Branche zählen Aruba (ein Unternehmen von Hewlett Packard Enterprise), Click Technology Co., Ltd., DECO Lighting, DesignLights Consortium, Enlighted, ERP Power LLC, Focal Point, MEAN WELL, Orion Energy Systems, Inc., Selux, Shenzhen Lighting Control Co., Silergy Corp, Tridonic, Universal Lighting Technologies und USAI Lighting.

Jede Organisation, die an der Entwicklung der Zukunft des IoT und von intelligenten Gebäuden interessiert ist, kann der Allianz beitreten.

(jm)

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