PLM-Anbieter Dassault Systèmes bringt Abaqus 6.10 Extended Functionality (6.10-EF) auf den Markt. Abaqus ist die führende Lösung für die Unified Finite-Elemente-Analyse (FEA) und Multiphysics-Anwendungen für die realistische Simulation der DS-Marke SIMULIA.
Mit dem Ziel, innovative Lösungen für realistische Simulationen zu liefern, bietet Abaqus 6.10-EF eine Reihe von Verbesserungen. Diese sind eine Antwort auf die Bedürfnisse der Kunden hinsichtlich Modellierung, Visualisierung, Kontaktberechnungen, Mechanik und Performance. Die Kunden von SIMULIA können so nach Aussagen von Dassault Systèmes ihre Entwicklungszeiten und Kosten reduzieren. Gleichzeitig steigern sie die Effizienz des Produktentwicklungsprozesses durch hochpräzise Simulationen von realem Produkt- und Materialverhalten.
Zu den Optimierungen von 6.10-EF im Bereich Modellierung und Visualisierung gehört eine deutlich verbesserte Unterstützung der Modellierung von Substrukturen. Abaqus-Anwender können jetzt sehr viel einfacher eine Substruktur für einen bestimmten Bereich ihres Produkts erzeugen, diese in eine Baugruppe importieren, die Ergebnisse während einer Analyse auswerten und die Substrukturen dann auch in zukünftigen Modellen erneut einsetzen. Dies führt zu einer erheblichen Zeitersparnis beim Modellieren.
"Die Rückspiegelsysteme, die wir an die Hersteller von mittelschweren und schweren Lkw liefern, haben gemeinsame Komponenten, wie beispielsweise die Bedienelemente, die in vielen unterschiedlichen Spiegelsystemen eingesetzt werden", erklärt Dr. Rolf de Swardt, Chefingenieur und FEA-Spezialist bei Lang Mekra North America. "Die neue Unterstützung von Substrukturen in Abaqus 6.10-EF ermöglicht uns, sehr detaillierte FE-Modelle dieser Komponenten zu entwickeln und diese dann in neue Modelle zu übernehmen. Dies erspart uns nicht nur Zeit bei der Konstruktion der Modelle, sondern verkürzt auch die Rechenzeit bei umfangreichen Eigenwert-Analysen, mit denen wir sicherstellen, dass die Spiegel nicht übermäßig vibrieren."
Neue Features zur Kontaktberechnung und allgemeiner Mechanik
Abaqus 6.10-EF bietet zudem neue Features zur Kontaktberechnung und allgemeiner Mechanik. Sie optimieren die Effizienz und Genauigkeit bei der Simulation von Entwürfen unter realen Bedingungen. Hierzu gehört beispielsweise die Simulation von Flüssigkeitsaustritten zwischen sich berührenden 3D-Körpern. So kann ein ungleichmäßiger Druck auf einen Spritzenkolben während des Einsatzes zu einem Flüssigkeitsaustritt zwischen der Gummidichtung und dem Zylinder führen. Die hierfür neu entwickelte Lösung der 3D Pressure Penetration kann jetzt für jede Kontaktbedingung genutzt werden und liefert so genauere Simulationsergebnisse.
"Das Ziel unserer Forschung besteht darin, Kunden die neuesten Daten zu Polymeren, Gummimaterialien und Polyurethanen zu liefern. Wir freuen uns, dass Abaqus 6.10-EF die 3D Pressure Penetration unterstützt", erklärt Oliver Häusler, Leiter der CAE-Abteilung bei der Freudenberg Forschungsdienste KG. "Dieses Feature wird es unserem Team ermöglichen, präzisere 3D-Analysen von Membranen oder Pneumatikdichtungen durchzuführen."
Das neue Release steigert auch die Möglichkeiten der Extended Finite Element Method (XFEM) in Abaqus. Dadurch können Anwender das Risswachstum aufgrund von Ermüdung bei niedriger Lastspielzahl vorhersagen, wie zum Beispiel bei der Analyse der Erwärmungs- und Abkühlungsphase eines Abgaskrümmers. Diese neue Möglichkeit kann auch genutzt werden, um die Haltbarkeit und die Schadenstoleranz von Verbundstrukturen mit komplexen Versagensmechanismen präzise vorherzusagen.
"Mit der Implementierung der Erweiterten Finite-Elemente-Methode (XFEM) in Abaqus können wir Spannungsintensitätsfaktoren berechnen, ohne den Defekt tatsächlich modellieren zu müssen", erklärt Ian Symington, Senior Consultant bei Serco Technical Consulting Services. "Dieser Ansatz spart während der Netzgenerierung erheblich Zeit. Das gilt auch für den Aufwand, der zumeist damit verbunden ist, Ermüdungsrissbildung abzuschätzen."
Abaqus 6.10-EF bietet darüber hinaus deutliche Leistungsoptimierungen. Dazu zählt die neue Parallelisierung des AMS Eigenwertlösers. Diese beschleunigt signifikant die Analysen zur Extraktion der Eigenfrequenzen, die für die Untersuchung des NVH-Verhaltens (Noise, Vibration, Harshness) bei Fahrzeugen erforderlich ist. Der AMS-Eigenwertlöser von SIMULIA rechnet, so Dassault Systèmes, auf 4 Cores geschätzt etwa 1,5-mal schneller als Wettbewerbslösungen.
Ergänzende Produktinformationen erhalten Sie unter www.simulia.com/products/unified_fea
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