ITER wählt ANSYS-Lösungen für den Entwurf eines experimentellen Fusionsreaktors

Die multinationale Forschungseinrichtung ITER (International Thermonuclear Experimental Reactor) setzt Software von ANSYS ein, um den Entwurf eines Fusionsreaktors zu validieren. ITER möchte die wissenschaftliche und technische Machbarkeit von Kernfusion zur Energiegewinnung aufzeigen. Die Partner in dem Projekt sind die EU, Japan, China, Indien, Korea, Russland und die USA. Die Anlage wird im südfranzösischen Cadarache gebaut werden. Die Ingenieurssoftware von ANSYS soll die Forschung und Entwicklung bei ITER beschleunigen, indem Schlüsselkomponenten am experimentellen Fusionsreaktor optimiert werden.

Die Forscher werden die vielfältigen und gekoppelten Simulationsfähigkeiten der ANSYS Workbench nutzen, um dynamische Analysen, nichtlineare thermische und Struktur-Untersuchungen sowie elektromagnetische und gekoppelte Feld-Analysen der Anlage durchzuführen. Voraussichtlich werden für die Konstruktion und Inbetriebnahme acht Jahre benötigt, nachdem die Baufreigabe wahrscheinlich Anfang 2009 erfolgt.

„Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass mit der Software von ANSYS alle Arten von ingenieurtechnischen Aufgabenstellungen effizient und flexibel untersucht werden können. Die bis heute durchgeführten Arbeiten haben unschätzbare Informationen über das mechanische Verhalten von ITER-Komponenten, wie dem Magnetsystem, dem Vakuumbehälter, dem Ableiter und anderen Bauteilen geliefert“, bestätigt Cornelis Jong, Ingenieur in der Magnetabteilung von ITER.

„Diese Werkzeuge werden zum Erfolg von ITER beitragen mit dem Ziel eine breite Versorgung mit Kernenergie zu ermöglichen, ohne dass über eine lange Zeit strahlende Nuklearabfälle anfallen. Das wäre eine einzigartige Errungenschaft im 21. Jahrhundert, sowohl in ökologischer als auch in ökonomischer Hinsicht.“

Der ITER Fusionsreaktor basiert auf dem Tokamak-Konzept, bei dem supraleitende Magnetspulen bei sehr niedrigen Temperaturen um einen Ringbehälter positioniert werden. Diese Spulen erzeugen magnetische Kräfte, die das heiße Plasma lange genug einfangen, um zehn Mal so viel Energie über Kernfusion zu erzeugen wie benötigt wird, um das Plasma zu erhitzen.

ITER möchte zeigen, dass mittels Kernfusion elektrische Energie erzeugt werden kann – das Ziel des Projekts ist, die für das Design und den Betrieb des ersten Fusionskraftwerks notwendigen Daten zu gewinnen.

Über ITER

ITER wird die weltweit größte Versuchsanlage sein, in der die wissenschaftliche und technische Machbarkeit von Kernfusionsenergie gezeigt wird. Der Standort wird im südfranzösischen Cadarache sein.

Es wird geschätzt, dass sich die Konstruktionskosten über einen Zeitraum von 10 Jahren auf 5 Mrd. Euro belaufen, von denen der Großteil in Form von Verträgen an Industrieunternehmen und Forschungseinrichtungen geht. Europa wird 50% der Baukosten tragen, während die anderen sechs beteiligten Parteien jeweils bis zu 10% beitragen.

Die Kernfusion ist der Prozess, der auch in Sternen und der Sonne abläuft. Wenn leichte Atomkerne zu schwereren verschmelzen wird viel Energie freigesetzt. Die Fusionsforschung zielt darauf ab, einen Experimentalreaktor zu entwickeln, der sicher und zuverlässig saubere Energie liefert und sich wirtschaftlich rechnet. (to)

Weitere Informationen unter http://www.iter.org sowie unter http://www.ansys.com

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