Maschinenhersteller aller Branchen stehen unter einem hohen Zeitdruck, um die aktuell hohe Nachfrage in Umsatz umzuwandeln. Um schneller auf Marktveränderungen reagieren und neue Konzepte zur richtigen Zeit in den Markt einzuführen ist es zusätzliche wichtig die Herstell- und Montagezeit zu reduzieren und den Engineeringprozess zu rationalisieren. Ziel ist, die Gesamtkosten und die Time-to-market gleichermaßen zu senken. Die Bosch Rexroth AG hat hier den Bedarf erkannt und intelligente Lösungen entwickelt, die das Engineering beschleunigen.
„Wertschöpfungsanalysen zeigen, dass Maschinenhersteller gerade im Engineeringprozess Einsparpotenziale erschließen können. Das gilt vor allem bei technologieübergreifenden Automatisierungslösungen. Bislang müssen Maschinenhersteller oftmals mit unterschiedlichen Tools arbeiten, verschiedene Bedienphilosophien beherrschen und über vertiefte Kenntnisse in allen Antriebstechnologien verfügen. Das kostet unnötig Ressourcen und Zeit. Rexroth hat deshalb zum Beispiel ein Motion-Logic-System entwickelt, das für den gemischten Betrieb von elektrischen und hydraulischen Achsen vorbereitet ist. In der Software ist jetzt auch das hydraulische Anwendungs-Know-how hinterlegt. Die vorkonfigurierten Funktionen müssen nur noch parametriert werden – der Anwender nimmt die elektrischen, hydraulischen und hybriden Antriebe komfortabel mit nur einem Engineering-Tool in Betrieb. Gleichzeitig bietet die offene IndraMotion MLC einen hohen Freiheitsgrad, eigenes Know-how schnell umzusetzen.
Auch bei elektromechanischen Achsen erfordert die Inbetriebnahme bislang das Heraussuchen der Parameter des Motors und der angeschlossenen Mechanik aus den Dokumentationen. Anschließend müssen die Daten manuell eingegeben werden. Diese Routinetätigkeiten hat Rexroth in dem Systembaukasten EasyHandling weitestgehend automatisiert. Der Inbetriebnehmer muss lediglich eine Handvoll Daten wie die Seriennummer des Linearsystems eingeben. Die Software greift auf eine Datenbank zu und setzt fehlerfrei alle mechanischen Parameter ein. Das verkürzt die Inbetriebnahme um bis zu 90 Prozent auf wenige Minuten.
Anwender geben den Maschinenherstellern häufig spezifizierte Ethernet-Kommunikationen vor. Das erhöht den Aufwand in der Logistik und in der Ersatzteilhaltung von Antrieben. Eine spürbare Vereinfachung bieten an dieser Stelle Multi-Ethernet-Schnittstellen. Dabei muss der Inbetriebnehmer lediglich in der Software die entsprechende Führungskommunikation anwählen. Der motorintegrierte Servoantrieb IndraDrive Mi geht noch weiter und ergänzt die Multi-Ethernet- um eine Multi-Geber-Schnittstelle. Damit ist der Antrieb mit einheitlicher Hardware universell einsetzbar und spart zusätzlich bis zu 85 Prozent des Verkabelungsaufwands. Maschinenhersteller können mit intelligenten Lösungen ihr Engineering entlang der gesamten Wertschöpfungskette weiter optimieren. So nehmen sie mit den vorhandenen Ressourcen in der gleichen Zeit mehr Maschinen in Betrieb.“
Bild: Dr. Steffen Haack, Geschäftsleitung Vertrieb Fabrikautomation der Bosch Rexroth AG.
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